Wie groß ist der Einfluss des Ernährungszustands säugender Sauen auf Ferkel?

2026-07-02 - Hinterlassen Sie mir eine Nachricht

Der Nährstoffbedarf säugender Sauen an Energie, Protein, Lysin und anderen Nährstoffen wird durch ihr Körpergewicht, ihre Milchproduktion und ihr Zuchtumfeld bestimmt. Bei traditionellen Fütterungsmustern können Landwirte jedoch das Gewicht und die Milchleistung der Sauen nicht genau einschätzen, sodass sie willkürlich und lediglich auf der Grundlage des Appetits der Sauen füttern. Wenn das Fütterungsmanagement für säugende Sauen wirklich so einfach wäre, warum sucht die Industrie dann ständig nach optimalen Fütterungslösungen für die Laktationsphase? Forschungsdaten zeigen eine große Lücke in der täglichen Futteraufnahme säugender Sauen, die zwischen 3,63 kg und 9,08 kg liegt. Während Sauenrassen, Wurfgrößen, Laktationsperioden und Paritäten zu Aufnahmeunterschieden führen, sind die Qualität der Fütterungspläne und das Abferkelstallmanagement die Hauptursachen für drastische Schwankungen im Futterverbrauch.



Forscher der Universität Aarhus in Dänemark weisen darauf hin, dass herkömmliche Fütterungsmethoden den Nährstoffbedarf säugender Sauen nicht vollständig decken. Traditionelle Schweinehaltungsbetriebe stehen üblicherweise vor vier großen Herausforderungen:

1. Wie können Sauen nach dem Abferkeln schnell Wasser und Nährstoffe zugeführt werden, um eine ausreichende Milchversorgung sicherzustellen?

2. Wie kann man Reizbarkeit, Depression und Appetitlosigkeit bei Sauen nach der Geburt bekämpfen?

3. Wie lassen sich die Nährstoffaufnahmestandards für Sauen unterscheiden, die Würfe unterschiedlicher Größe aufziehen?

4. Wie lässt sich die schlechte Schmackhaftigkeit des Futters während der Laktation bekämpfen, die das Wachstum der Ferkel behindert?

Kurz gesagt, säugende Sauen sind eine besondere Herde, die eine weitaus detailliertere Verwaltung erfordert als Aufzucht- und Mastschweine.

Energiebedarf säugender Sauen

Neugeborene Ferkel sind für ihr Wachstum vollständig auf Muttermilch angewiesen. Daher ist es für Sauen von entscheidender Bedeutung, reichlich Milch von hoher Qualität zu produzieren. Langfristige experimentelle Daten von Ifip in Frankreich zeigen, dass jedes Ferkel durchschnittlich 700 bis 900 Gramm Milch pro Tag verbraucht und der Gesamtmilchbedarf proportional zur Wurfgröße steigt.

Dank über dreißig Jahren genetischer Verbesserung bei Schweinen produzieren moderne Sauen 23 % mehr Ferkel pro Wurf als vor 30 Jahren, und ihre tägliche Milchleistung ist im Vergleich zu zwei Jahrzehnten zuvor um 25 % gestiegen. Dieser Trend erhöht kontinuierlich die Fütterungsstandards und den Gesamtenergiebedarf laktierender Sauen.

Das 8. Symposium der spanischen Schweineindustrie im Jahr 2016 versammelte fast 100 Fachleute aus der Schweineindustrie aus aller Welt. Die Experten der Konferenz vertraten einen zentralen Standpunkt: Der Gesundheitszustand laktierender Sauen hat direkten Einfluss auf die Gesundheit und Wachstumsrate der Ferkel. Die Expertin Jenny Salak Johnson erklärte, dass säugende Sauen häufig unter chronischem Langzeitstress leiden, der die körperlichen Funktionen beeinträchtigt und verschiedene Krankheiten auslöst. Experimente belegen, dass gut beleuchtete Zuchtumgebungen und eine mit Probiotika und hohem Ballaststoffgehalt ergänzte Ernährung Stress bei Sauen lindern können. Sie kam außerdem zu dem Schluss, dass Fütterungseingriffe während der Trächtigkeit die körperliche Verfassung der Jungferkel verbessern können, und dieses Experiment zeigt deutlich den tiefgreifenden Einfluss der Ernährung und Gesundheit der Sauen auf die Ferkel.

Der Einfluss eines hohen Absetzgewichts auf Ferkel

Um 1 Kilogramm Körpergewicht zuzunehmen, benötigen Ferkel 200 bis 250 Gramm Muttermilch. Relevante Ifip-Untersuchungen bestätigen, dass Ferkel mit höherem Absetzgewicht in späteren Stadien schneller wachsen. Daraus folgt, dass das Fütterungsmanagement für Sauen einen indirekten Einfluss auf die Ferkel hat und letztendlich die Qualität der Marktschweine und den gesamten Zuchtvorteil von Schweinehaltungsbetrieben bestimmt. Die Forschungsergebnisse stimmen in hohem Maße mit der Theorie von Jenny Salak Johnson überein und zeigen einen positiven Zusammenhang: Je ausreichender die Sauen ernährt werden, desto gesünder sind die Ferkel.

Die Aufzucht robusterer und gesünderer Ferkel ist eines der Kernziele der Schweinehaltung, was eine umfassende Berücksichtigung der Schweinehaltungsbewirtschaftung, der Schweinegenetik und der Tierernährung erfordert. Landwirte an vorderster Front sind ständig auf der Suche nach Fütterungslösungen, die gleichzeitig die körperliche Leistungsfähigkeit von Sauen und ihren Nachkommen verbessern können.



Eine ausreichende und ausgewogene Nährstoffversorgung ist die Grundvoraussetzung, um optimale körperliche Bedingungen für laktierende Sauen aufrechtzuerhalten und die gesunde Entwicklung neugeborener Ferkel zu gewährleisten. Ein wissenschaftliches Fütterungsmanagement für laktierende Sauen kann deren Nährstoffaufnahme aus fünf Hauptaspekten sicherstellen:

1. Angemessene Vereinbarung der Fütterungszeit

Sauen neigen dazu, in kühlen Stunden bei heißem Wetter zu fressen. Daher muss in diesen Zeiträumen eine stabile Futterversorgung aufrechterhalten werden, um eine ausreichende Aufnahme sicherzustellen. Die Fütterungszeit kann durch programmierte Steuerung flexibel angepasst werden, um eine Futterversorgung rund um die Uhr zu gewährleisten und den Nährstoffbedarf der Sauen jederzeit zu decken.

2. Präzise Steuerung der Futterzuteilung

Differenzierte Fütterungsprogramme können an die individuellen Bedingungen der Sau angepasst werden. Das Restfutter in den Trögen wird vor jeder Fütterung überprüft, um frisches Futter und einen sicheren Verzehr zu gewährleisten. Der Nassfütterungsmodus, der Trockenfutter und sauberes Wasser kombiniert, kann die Futteraufnahme der Sauen im Vergleich zur alleinigen Fütterung von Trockenfutter um 7 bis 12 % steigern.

3. Ausgleich der Darmflora

Während der Laktation geben die Sauen über die Milch etwa das Dreifache der Nährstoffe an die Ferkel ab, die sie zur Selbstversorgung verbrauchen. Ein gesunder Verdauungstrakt dient als Grundlage für eine effiziente Futterverdauung und -aufnahme. Ständiger Zugang zu frischem Futter gleicht nützliche und pathogene Bakterien im Darm aus, hemmt die Vermehrung schädlicher Mikroben, hält die Abferkelbuchten sauber und verringert das Krankheitsrisiko bei neugeborenen Ferkeln erheblich. Rund 70 % des Immunsystems eines Tieres befindet sich im Darm, daher ist der Schutz der Darmgesundheit für die Zucht von großer Bedeutung.

4. Schaffung einer ruhigen, stressfreien Brutumgebung

Die manuelle Fütterung mit Schubkarren stört Sauen leicht und macht sie unruhig. Die automatisierte Fütterung vermeidet emotionale Stimulation durch menschliche Eingriffe. Sauen fressen freiwillig und lindern so effektiv postpartalen Stress wie Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit.

5. Optimierung der allgemeinen körperlichen Verfassung der Ferkel

Eine verbesserte Futteraufnahme und ein stabiles, komfortables Zuchtumfeld steigern die Laktationskapazität der Sauen und steigern sowohl den Milchertrag als auch die Qualität. Dies steigert direkt die Wachstumsleistung der Ferkel und führt zu höheren Körpergewichten und besserer Gesundheit der Absetzer. Durch das frei zugängliche Fütterungsmodell mit frischem Futter und sauberem Wasser kann jedes Ferkel durchschnittlich 149 Gramm pro Tag zunehmen.

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